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Wir prüfen jedes Bauteil einzeln und machen sichtbar, was bleiben, repariert, angepasst oder ersetzt werden soll. So bekommt die Renovierung eine technische und wirtschaftliche Grenze.

Eine Renovierung lohnt sich nicht, weil alte Korpusse grundsätzlich gut oder schlecht wären. Sie lohnt sich, wenn tragfähige Bauteile, sinnvoller Grundriss und erreichbare Technik mit gezielten Eingriffen wieder einen verlässlichen Nutzungsstand ergeben. Unser Werftbericht trennt deshalb Erhalt, Reparatur, Anpassung und Ersatz für jedes Bauteil.
Vor dem Öffnen bleibt manches unsichtbar. Feuchte, Befestigung, Leitungslage oder Zustand hinter einer Platte dürfen nicht erfunden werden. Solche Punkte erhalten einen Befundtermin und einen vorher definierten Abbruchpunkt. So wird aus einer kleinen Modernisierung nicht schleichend ein teurer Umbau, der nur wegen bereits investierter Arbeit weiterläuft.
Die Prüfung beginnt mit Ausrichtung, Stabilität, Feuchtespuren, Geruch, aufgequollenen Kanten und sicheren Befestigungen. Danach folgen Scharniere, Auszüge, Frontmaße und Innenräume. Ein guter Korpus kann neue Beschläge oder Fronten tragen; ein instabiler oder geschädigter Unterbau wird nicht durch eine schöne Oberfläche gesund.
Arbeitsplatte, Wandanschluss und Ausschnitte bilden eine eigene Ebene. Eine neue Platte verändert möglicherweise Höhe, Geräteanschlüsse und Fensterbezug. Geräte werden nach Nische, Belüftung und technischem Zustand betrachtet. Das Ergebnis ist keine pauschale Renovierungsnote, sondern eine Bauteilampel mit Begründung.
Grün bedeutet: Bauteil bleibt unverändert und wird geschützt. Blau steht für Wartung oder Reparatur, etwa Beschlagtausch und Justierung. Gelb kennzeichnet einen Umbau mit Abhängigkeiten, beispielsweise neue Fronten oder eine veränderte Platte. Rot steht für Ersatz, weil Funktion, Zustand oder Anpassungsaufwand nicht überzeugen. Jede Farbe erhält einen konkreten Leistungsumfang.
Die Ampel wird nicht nach Optik allein gesetzt. Ein sichtbarer Kratzer kann akzeptabel sein, während eine verdeckte feuchte Kante entscheidend ist. Umgekehrt muss nicht jede alte Front technisch ersetzt werden. Prioritäten aus Alltag und Budget werden getrennt von der Zustandsprüfung geführt und erst danach zusammengebracht.
Vor einer großen Frontbestellung wird Raster, Bohrbild, Fuge und Griff an einer Musterfront geprüft. Bei neuer Platte werden Aufbauhöhe, Kante, Wandanschluss und Ausschnittdetail simuliert. Ein Beschlagtest zeigt, ob die gewünschte Verbesserung mit dem vorhandenen Korpus erreichbar ist. Das Muster macht Abweichungen sichtbar, bevor viele Teile gefertigt sind.
Material und Farbe werden im Raumlicht beurteilt. Alte sichtbare Seiten, Sockel und Wangen müssen zum neuen Teil passen oder bewusst anders gestaltet werden. Ein Prospektbild beantwortet diese Übergänge nicht. Die Probe wird fotografiert und mit der freigegebenen Bezeichnung in der Projektakte gesichert.
Eine stärkere Platte kann Fenster, Armatur, Kochfeld oder Steckdosenbezug verändern. Ein neues Einbaugerät benötigt passende Nische, Luftführung, Anschluss und Ausbauweg. Grifflose Fronten können andere Beschläge oder Blenden verlangen. Der Werftbericht zeichnet diese Folgen als Kette, damit ein günstiges Einzelteil nicht unerwartet mehrere Gewerke auslöst.
Auch die Reihenfolge wird geplant. Technik und schadhaftes Material werden vor dekorativen Schichten bearbeitet. Wand und Boden müssen den vorgesehenen Zustand haben, bevor Passstücke und Anschlüsse finalisiert werden. Wo eine Fachprüfung nötig ist, steht sie als eigener Schritt mit Verantwortung und Ergebnis.
Nach dem Ausbau einer Platte, Sockelblende oder eines Geräts wird der sichtbare Bestand dokumentiert. Der vorher festgelegte Befundstopp verhindert, dass sofort weitergebaut wird. Stimmen Annahmen zu Korpus, Wand, Feuchte und Anschlüssen? Wenn nicht, werden Wirkung, Kosten und verbleibende Nutzungsdauer neu bewertet.
Abbruchkriterien können instabile Bauteile, nicht passende Öffnungen, erheblicher Schaden oder unverhältnismäßige Anpassung sein. Dann wird die Maßnahme verkleinert, erweitert oder in eine neue Küchenplanung überführt. Bereits investierte Zeit ist kein sachlicher Grund, einen schlechten Pfad fortzusetzen.
Nach Abschluss werden Fronten, Beschläge, Platte, Geräte und Fugen auf Funktion und Oberfläche geprüft. Die Unterlagen unterscheiden vorhandene, reparierte und neue Bauteile. Materialbezeichnungen, Pflegehinweise und verfügbare Ersatzteilwege werden gesammelt. Das ist besonders wichtig, wenn die Küche künftig aus mehreren Generationen von Komponenten besteht.
Reststücke und Muster können bei späteren Reparaturen helfen. Fotos zeigen verdeckte Anschlüsse und den Zustand während der Öffnung. Offene Punkte erhalten Ort und Termin. So bleibt nachvollziehbar, welche Lebensdauerannahme der Renovierungsentscheidung zugrunde lag und wo eine spätere Kontrolle sinnvoll ist.
Bestand fotografieren, ausrichten und Bauteile einzeln bewerten.
Erhalt, Reparatur, Umbau und Ersatz mit Begründung markieren.
Musterteil und Abhängigkeiten prüfen, bevor Serienbauteile bestellt werden.
Nach dem Öffnen Annahmen kontrollieren und erst dann weiterarbeiten.
Für Korpus, Front, Beschlag, Platte und Geräte steht eine getrennte Entscheidung.
Jede Änderung zeigt Auswirkungen auf Maße, Anschlüsse, Nachbarteile und Gewerke.
Vor Beginn ist geklärt, welcher Befund eine neue wirtschaftliche Entscheidung auslöst.
Eine Renovierung sollte außerdem einen Zeithorizont benennen. Soll die Küche wenige Jahre zuverlässig überbrücken oder langfristig als Kern erhalten bleiben? Dieselbe Reparatur kann je nach Ziel vernünftig oder unwirtschaftlich sein. Gerätealter, Ersatzteilweg und mögliche spätere Umzüge werden ohne erfundene Lebensdauerzahl eingeordnet. Der Bericht dokumentiert nur beobachtbaren Zustand und bekannte Anforderungen. Für jede Ausbaustufe steht, welcher Nutzen erreicht wird und welche Einschränkung bestehen bleibt. So lässt sich eine kleinere Maßnahme bewusst wählen, ohne sie als vollständige Erneuerung zu verkaufen, und eine größere Investition muss ihren zusätzlichen Alltagsnutzen konkret begründen.
Die abschließende Kontrolle wird nicht nur mündlich bestätigt. Planstand, Datum, beteiligte Zuständigkeiten und verbliebene Aufgaben kommen in eine kurze Übergabenotiz. Dadurch bleibt auch nach einer Terminverschiebung oder einem Personalwechsel klar, welche Grundlage gilt. Neue Wünsche werden als Änderung behandelt und auf Zeit, Nachbarbauteile sowie Leistungsumfang geprüft, bevor sie in den laufenden Ablauf gelangen.
Das hängt von Korpus, Beschlägen, Raster, Maßen und gewünschtem Ergebnis ab. Eine Bauteilprüfung kommt vor der Preisentscheidung.
Nein. Höhe, Ausschnitte, Wandanschlüsse, Geräte und Fensterbezug müssen zusammenpassen.
Am vereinbarten Befundstopp werden Umfang und Wirtschaftlichkeit neu bewertet, bevor weitere Arbeiten erfolgen.
Für die Einordnung fotografieren Sie Gesamtansicht, Innenräume, Kanten unter Spüle und Platte, Beschläge, Geräteschilder sowie auffällige Stellen. Dazu kommen Maße und eine Liste der Funktionen, die sich verbessern sollen. Der Werftbericht trennt kosmetischen Wunsch vom technischen Befund und zeigt, welche Teile bei einer Änderung angrenzend betroffen wären. Ein Angebot kann dadurch mehrere abgegrenzte Ausbaustufen enthalten. Wenn ein verdeckter Befund den Plan verändert, liegt bereits eine Entscheidungsregel vor. So bleibt auch ein Stopp ein kontrolliertes Ergebnis. Erhalten wird nur, was den geplanten weiteren Einsatz nachvollziehbar tragen kann.
Mit Raumdaten, Fotos und Prioritäten bereiten wir den passenden nächsten Planungsschritt vor.
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